2015 hatte jeder achte Berufskraftfahrer im deutschen Lkw-Güterverkehr eine ausländische Staatsangehörigkeit. 2024 war es fast jeder dritte. Das sind knapp 160.000 Fahrer. Für viele von ihnen ist Deutsch nicht die Muttersprache.
Die Ware kommt trotzdem jeden Tag an.
Die Sorge vor Sprachbarrieren ist berechtigt. Deshalb nehmen wir sie von Anfang an ernst.
Wenn eine Spedition sagt „Der Fahrer muss Deutsch können“, meint sie selten Grammatik. Sie meint:
Findet er die richtige Rampe?
Versteht er, was die Disposition am Telefon sagt?
Kann er eine Panne oder einen Unfall melden?
Kommt er bei einer Kontrolle zurecht?
Das sind keine Sprachfragen. Das sind Arbeitsfragen. Und für jede davon braucht ein Fahrer einen begrenzten, klar festgelegten Wortschatz. Keine fließende Unterhaltung.
Rampe, Tor, Lieferschein, Palette, Ladungssicherung, Wartezeit, Abladestelle, Stau, Panne. Wer diese Begriffe und eine Handvoll fester Sätze sicher beherrscht, kommt durch seinen Arbeitsalltag. Das lässt sich lernen. Und zwar vor dem ersten Arbeitstag, nicht erst danach.
Auch der Gesetzgeber geht diesen Weg. Seit der Neuregelung in diesem Sommer wird die Prüfung zur beschleunigten Grundqualifikation in neun Fremdsprachen angeboten. Ob ein Fahrer fachlich geeignet ist, hängt also nicht davon ab, ob er das auf Deutsch nachweisen kann.
Für die Fahrer, die wir vermitteln, gibt es ein eigenes Sprachtraining. Fahrer, die aus dem Ausland kommen, arbeiten es vor der Einreise durch. Es enthält genau die Fachbegriffe und Standardsätze, die an der Rampe, im Gespräch mit der Disposition und bei Kontrollen gebraucht werden. So beginnt der Fahrer seinen ersten Arbeitstag bei Ihnen nicht bei null. Hinzu kommen gute Englischkenntnisse, teilweise sogar fließend.
Viele unserer Kandidaten leben außerdem bereits in Deutschland und arbeiten derzeit in anderen Berufen. Sie kennen den Alltag hier schon. Auch für sie ist das Sprachtraining da, wenn ihr Deutsch für den Arbeitsalltag noch nicht reicht.
Mit jedem Fahrer führen wir vorher ein Erstgespräch. Dabei geht es nicht nur um Führerschein und Unterlagen, sondern auch darum, ob der Fahrer menschlich zu Ihnen passt.
Auf Wunsch sprechen Sie danach selbst mit dem Fahrer, bevor Sie sich entscheiden. So bekommen Sie einen eigenen Eindruck von der Person, die bei Ihnen fahren soll.
Es gibt Touren, bei denen ein Grundwortschatz nicht reicht, zum Beispiel im Schwerlasttransport. Sagen Sie uns vorher, um welche Touren es geht. Dann suchen wir gezielt Fahrer mit besseren Deutschkenntnissen
Eine Stelle, die unbesetzt bleibt, weil ein Kandidat „nicht gut genug Deutsch“ spricht, kostet Sie jeden Tag Geld. Ein Fahrer, der die wichtigsten Begriffe seiner Tour kennt, fährt. Die Frage ist nicht: Spricht er perfekt Deutsch? Die Frage ist: Reichen seine Sprachkenntnisse, um die Tour sicher zu fahren?.
Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses, unverbindliches Bedarfsgespräch. – Sie sagen uns, welche Touren Sie besetzen möchten und worauf es Ihnen dabei ankommt. Wir finden die Fahrer, die dazu passen.
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