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Rentenwelle bei LKW-Fahrern: Rund 200.000 gehen in den nächsten 15 Jahren

Rentenwelle bei LKW-Fahrern: Rund 200.000 gehen in den nächsten 15 Jahren

In den nächsten 10 bis 15 Jahren gehen rund 200.000 LKW-Fahrer in Deutschland in Rente. Das schätzt das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft.

Schon heute fehlen nach Angaben der Branchenverbände mehr als 70.000 Fahrer. Jedes Jahr kommen etwa 15.000 dazu.

Hier sind die wichtigsten Zahlen dazu im Überblick.

Mehr als jeder dritte Fahrer ist 55 oder älter

37,5 % der LKW-Fahrer in Deutschland sind 55 Jahre oder älter. Das sind rund 200.000 von gut 530.000

sozialversicherungspflichtig beschäftigten Fahrern. Genau diese Gruppe geht in den nächsten 10 bis 15 Jahren in Rente.

Auf einen Betrieb mit 50 Fahrern übertragen heißt das: Im Schnitt sind knapp 20 davon 55 oder älter.

Es mangelt an Nachwuchs

2024 waren nur 2,6 % der Berufskraftfahrer jünger als 25 Jahre.

Nach Angaben des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung scheiden jedes Jahr 30.000 bis 35.000 Fahrer aus Altersgründen aus dem Beruf aus. Neu dazu kommen nur 15.000 bis 20.000.

Woher die Fahrer von morgen kommen

Drei Entwicklungen zeigen, wo der Nachschub heute herkommt.

  1. Fahrer mit ausländischer Staatsangehörigkeit: 015 hatte jeder achte Berufskraftfahrer im Güterverkehr keinen deutschen Pass. 2024 war es fast jeder dritte, knapp 160.000 Fahrer.
  2. Mehrsprachige Prüfung zur beschleunigten Grundqualifikation: Seit dem 18. August 2026 wird die Prüfung zur beschleunigten Grundqualifikation in neun Fremdsprachen angeboten. Die praktische Prüfung ist um 90 Minuten kürzer geworden.
  3. Mehr anerkannte Führerscheine: LKW-Führerscheine aus der Ukraine und aus Montenegro lassen sich seit dem 18. August ohne neue Fahrprüfung in einen deutschen Führerschein umschreiben.
Was die Zahlen zeigen

Für viele Speditionen ist der Fahrermangel keine Neuigkeit. Die Zahlen zeigen aber, dass er sich nicht von allein auflöst. Die Jahrgänge, die jetzt in Rente gehen, sind deutlich größer als die, die nachkommen.

Wenn Sie Fahrerstellen besetzen möchten, sprechen wir gern mit Ihnen: kostenloses, unverbindliches Gespräch vereinbaren. 

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